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Mein Weg in die digitale Welt – heute: Ursula Kröll

In unserer neuen Interview-Reihe „Mein Weg in die digitale Welt“ stellen wir Menschen vor, die sich erst später in ihrem Leben den Zugang zu den neuen digitalen Medien erfolgreich erarbeitet haben. Dabei interessiert uns ganz besonders , wie genau sie es geschafft haben, wer oder was ihnen dabei geholfen hat und welche „digitalen Schritte“ sie als nächstes unternehmen wollen. Und natürlich sind wir auch auf den ein oder anderen Tipp gespannt, den sie an „Gleichgesinnte“ weitergeben möchten.

Mein Weg in die digitale Welt - Ursula KröllHallo Ursula, schön, dass Du an unserer neuen Interview-Reihe teilnimmst. Stelle Dich doch bitte kurz unseren Lesern vor. Wo lebst Du und wie sieht Dein (digitaler) Alltag aus? 

Guten Tag, mein Name ist Ursula Kröll und ich wohne in dem schönen Städtchen Jever, genau da, wo das gute Bier herkommt. Geboren bin ich 1951 in Meiningen (Thüringen) und habe dort 40 Jahre gelebt. Nach einem über 15-jährigen Aufenthalt in Bayern, bin ich 2008 nach Jever gezogen und genieße hier meinen Vorruhestand. Ich bin seit 2011 verwitwet und habe einen Sohn (45 Jahre), der in Mönchengladbach wohnt.

Mein digitaler Alltag sieht so aus, dass ich jeden Tag meinen PC nutze als auch mein Smartphone Samsung Galaxy J5 und mein Tablet von Lenovo im Dauereinsatz habe. 

Wie verlief Dein Weg in die digitale Welt? Wann hat er begonnen und welche für Dich wichtigen Meilensteine gibt es zu erwähnen?

Nun, mein Interesse für PCs begann 2005, da war ich immerhin schon 54 Jahre alt. Ich muss dazu sagen, ich hatte absolut keine Ahnung von diesen Dingen! Aber irgendwie hat es mich gekribbelt und ich habe mir einfach ein halbes Jahr lang die Zeitschrift Computerbild gekauft und intensiv darin gelesen.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich schon viel fotografiert und auch Videos aufgenommen mit meiner Sony-Camera, die ich zum 50.Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Mein Mann war gegen einen Computerkauf, aber ich habe mich durchgesetzt und mir einen PC gekauft!

Am Anfang hatte ich natürlich auch einige Startschwierigkeiten. Das ging los mit dem Einrichten des Zugangs zum Internet. Ich hatte am Anfang das Glück, dass mir ein 18-jähriger Schüler und Computerfreak aus unserem Bekanntenkreis geholfen hat. Ihn hatte ich in den ersten Wochen öfters um „Hilfe“ rufen müssen. Aber dann war der Knoten irgendwann geplatzt und ich habe selber vieles probiert.

Wenn mal was nicht so funktioniert hat und ich nicht weiterkam, konnte ich oft die halbe Nacht nicht schlafen, bis mir die Lösung einfiel. Es gibt ja auch genug Hilfeforen, wo man sich informieren kann.

2005 habe ich mich bei einer Foto-Community mit Namen „Pixelio“ angemeldet und mittlerweile ca. 3000 Fotos hochgeladen und mich mit vielen Mitgliedern ausgetauscht. Da bin ich jetzt an 20.Stelle von mittlerweile 611000 Mitgliedern. Darauf bin ich auch ein wenig stolz! Ich habe viele Fotofreunde in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Ich wurde sogar viermal in die Schweiz eingeladen zum gemeinsamen Wandern . Das war eine tolle Zeit!

Außerdem habe ich einen Fotoworkshop im Internet für ein Jahr besucht, um mein Fotoprogramm, Corel Paint Shop, besser kennenzulernen. Aber es gibt von Google auch ein super Bildbearbeitungsprogramm. Das heißt Picasa und ist für Anfänger und Fortgeschrittene bestens geeignet.

Wie bist Du auf connect45plus und seinen Gründer, Uwe Matern, aufmerksam geworden und was motiviert Dich, an diesem Interview teilzunehmen?

Ganz einfach: der Gründer Uwe Matern ist mein Neffe. Er hat mich auf connect45plus aufmerksam gemacht. Nachdem ich mir diese Plattform für Einsteiger genau angeschaut hatte, war ich sofort begeistert von der Idee. Sowohl Anfänger als auch ältere Menschen können dort ihre Fragen rund um die digitale Welt stellen und jedem wird schnell und kostenfrei geholfen. Danke!

Wer oder was hat Dir besonders geholfen, Dir die digitale Welt zu erschließen und immer weitere Schritte zugehen? 

Wenn ich so zurückschaue, kann ich für mich eigentlich nur sagen: „Selbst ist der Mann“ bzw. besser: „Selbst ist die Frau!“

Wenn Du zurückschaust, wie sahen Deine digitalen Aktivitäten vor 5 Jahren aus? Und wie, denkst Du, werden diese in 5 Jahren aussehen?

Vor 5 Jahren waren meine digitalen Aktivitäten noch voll auf meinen Desktop-PC konzentriert. Mittlerweile haben sich ein Smartphone und ein Tablet dazugesellt. Nach wie vor verbringe ich aber die meiste Zeit an meinem stationären Computer. Es ist jetzt so, dass ich mir in den letzten Jahren genug Wissen angeeignet habe und kann sogar anderen Menschen behilflich sein. Oft kommt ein „Hilferuf“ aus meinem Bekanntenkreis. Früher war ich froh, dass mir mein „Computerfreund“ geholfen hat, jetzt macht es mich glücklich, dass ich anderen helfen kann .

Beschreibe uns doch ein wenig, welche Apps und Dienstleistungen Du so einsetzt. Und welchen Nutzen Dir diese ganz konkret bringen.

Am PC mache ich zum Beispiel meine Bankgeschäfte Online. Das ist sehr praktisch, denn meine Bank ist in Wilhelmshaven und damit einige Kilometer von meinem Wohnort entfernt. Außerdem bin ich oft auf Facebook unterwegs, da habe ich mittlerweile viele Freunde. Ab und zu stelle ich dort auch Fotos ein.

Außerdem bin ich dort auch in einer Gruppe „Ostfriesland in Bildern“ aktiv. Ach ja, spielen tue ich auch ab und an :)) , Candy Crash Saga und Soda. Natürlich halte ich auch Kontakt zu Freunden und Bekannten via E-Mail. Naja ,es gibt noch so vieles, was ich mache…

Auf dem Tablet habe ich viele nützliche Apps u.a.: TV-Spielfilm, Mehr vom Geld (damit behalte ich meine monatlichen Ausgaben immer im Blick), eine Tank-App, die Wetter-App: Ostfrieslandwetter, die Mediatheken von ARD und ZDF, eine App von meiner Bank usw.

Gibt es so etwas wie Deine Lieblings-App? Und wenn ja, welche ist das und was machst Du so damit?

Ja, meine absolute Lieblings-App auf dem Smartphone ist WhatsApp – die ist so super! Innerhalb kürzester Zeit kann man Nachrichten und Fotos verschicken und auch miteinander sprechen. Klasse!

Wenn Du in die Vergangenheit schaust, hat bestimmt nicht immer alles auf Anhieb geklappt bzw. zählen auch digitale „Irrwege“ zu Deinen Erfahrungen. Welchen aktuellen Tipp hast Du für unsere Leser diesbezüglich?

Nicht aufgeben! Probieren, Probieren, Probieren und sich nicht scheuen, jemanden zu fragen, der Ahnung hat. Auch in der digitalen Welt gilt: Übung macht den Meister!

Vor allem sollten Einsteiger keine Angst haben, dass sie etwas falsch machen. Wichtig ist aber ein gutes Virenprogramm und auch ein „Aufräumprogramm“ zu haben. Ich habe von Kaspersky mein Sicherheitsprogramm und zum Aufräumen nutze ich AVG PC TuneUp. Diese digitalen Helfer sind aus meiner Sicht sinnvoll investiertes Geld.

Ja, am Anfang hatte ich zum Beispiel Probleme mit Text formatieren. Da musste ich mich ganz schön reinknien. Aber auch da gibt es diverse Unterstützung, zum Beispiel durch die Eingabehilfe der Office-Programme von Microsoft.

Du bist ja viel auch Online unterwegs. Was stört Dich bei Angeboten oder Anbietern im Netz, was findet Du gut und hilfreich?

Die viele und zunehmende Werbung ist oft störend . Wenn man sich irgendetwas angeschaut hat, kommt prompt die (vermeintlich) passende Werbung, wenn man eine andere Webseite besucht.

Ich kaufe auch gerne bei Amazon ein, da fühle ich mich gut und sicher. Ebenso bei Ebay, wo ich schon so einiges verkauft und gekauft habe. Ich kaufe, wie sicher viele andere Menschen auch, viel im Internet ein. Ich suche immer nach dem günstigsten Angebot und lese mir die Rezessionen gründlich durch.

Mittlerweile kann man ja auch auf dem Tablet Bücher lesen. Das ist zwar eine gute und praktische Sache, aber ich mach es nicht, denn ich möchte noch ein Buch in der Hand halten und noch richtig darin lesen. Das ist natürlich meine ganz persönliche Meinung!

Liebe Ursula, ganz herzlichen Dank für das Interview. Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und Spaß auf Deinem digitalen Weg. 

 
2016-12-09T17:08:20+00:00 Blog, Mein Weg in die digitale Welt|0 Kommentare

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